Langstreckensommer

So außergewöhnlich dieses Jahr auch ist mit all seinen Herausforderungen, so schön war unser Wandersommer.

Die Möglichkeit, sich trotz aller Einschränkungen ganz bewusst und umsichtig draußen treffen und wandern zu dürfen, haben wir sehr genossen. Und Petrus war uns auf allen Touren wohl gesonnen.

Im Juli waren wir mit einer kleinen Gruppe ein Wochenende im Sauerland. Am Samstag trafen wir uns an der Burg Bilstein (nicht zu verwechseln mit Bielstein im Oberbergischen :-)) in Lennestadt und erwanderten die 37 km des Veischeder Sonnenpfads, der seinem Namen alle Ehre machte. Tolle Ausblick und noch schöne intakte Wälder mit wenig Schaden. Herrliche Bilder . Sogar die Skihänge sahen im Sommer schön aus und wurden teilweise eifrig von Mountainbikern genutzt. Die Verpflegung am Wegesrand war so gut, dass wir öfter mal Gruppenmitglieder suchen mussten, die in den Himbeersträuchern verschwunden waren.

Manche wollten noch einen Nachschlag und bekamen ihn. Nach der Übernachtung in einer von sympathischen Holländern geführten Pension nahmen wir am Sonntag dann noch mal eben den Biggesee mit und umrundeten ihn ein großes Stück. 20 km kamen dabei zusammen.

Im August konnten wir dann endlich die für April geplante Wanderung um Wuppertal-Beyenburg nachholen. Die Sonne meinte es mehr als gut mit uns. In sengender Hitze waren wir auf ca. 30 km am Stausee und an der Herbringhauser Talsperre unterwegs. Zum Glück ging es viel über kleine Pfade durch schattige Wälder und LSW-Hund Lennox nahm jeden Tümpel und jeden Bachlauf mit. Es ist immer wieder erstaunlich, welch schöne Ecken es hier bei uns gibt. Sogar in Wuppertal.

Im September gab es einen krönenden Spätsommer-Abschluss. Die Natur fuhr noch einmal richtig auf und die ersten zarten Herbstfarben erstrahlten im schönsten Licht. Wir blieben wieder nah der Heimat und wanderten 29 km von Leichlingen durch die Bachtäler hoch nach Witzhelden Richtung Fernmeldeturm. Am Denkmal des Rüden gaben sich die Einheimischen alle Mühe, die Geschichte des Hundes zusammenzusuchen, der anno 1424 seinem Herren das Leben rettete. Merke: Ein Wanderleiter sollte immer vorbereit sein und die Sagen und Geschichten der Wanderregion parat haben!

Ich freue mich jetzt auf die Farben des Herbstes und nächsten Touren mit Euch. Wir sehen uns – im Oktober auf dem Rotweinwanderweg und auf dem Ahrsteig. Und im November am Unterbacher See und im Galgenvenn.

Eure Anke

Anke Koch-Steinfeld
Leiterin Langstreckenwandern