Wiesenklee (Trifolium pratense)

Den Wiesenklee, auch Rotklee genannt, findet man auf Fettwiesen, an Wegrändern und in lichten Wäldern. Sein zarter Duft lockt Hummeln, Bienen, langrüsselige Fliegen, Schmetterlinge und Nachtfalter an, für die der Klee eine wichtige Nahrungsquelle bildet.

Die Bestäubung erfolgt in erster Linie durch in der Nähe lebende Hummeln. Würde man in dem Gebiet Bienenstöcke platzieren, könnten die Bienen diese Aufgabe ebenfalls übernehmen. Ameisen und Regenwürmer sorgen für die Verbreitung der Samen.

Für die Landwirtschaft stellt der Rotklee als wertvoller Eiweißlieferant eine wichtige, hochwertige Futterpflanze dar. Über die Kuhmilch wird letztendlich auch der Mensch mit Eiweiß versorgt.

Zur Gründüngung pflügt man den Klee in den Boden ein, der auf diese Weise mit Nährstoffen angereichert wird. Winzige Knötchen, die auf den Wurzeln des Rotklees sitzen, können durch enthaltene Bakterien den Stickstoff in der Luft binden und ihn in eine für die Pflanze verwertbare Form umwandeln. Daher gilt der Rotklee als guter Bodenverbesserer.

Die Blütezeit reicht von April/Mai bis Oktober. Die rosa bis roten, kugelförmigen Blütenköpfe, die aus bis zu 100 Einzelblüten bestehen, wachsen ohne Stiel auf einem Blattpaar an der Spitze eines Stängels. Jede Blüte enthält fünf Kelchblätter, die miteinander verwachsen sind. Die eiförmigen Blätter sind 3-zählig gefiedert, nur wenig behaart, ganzrandig und gefleckt.

Der Wiesenklee gilt damals wie heute durch seine vielfältigen Inhaltsstoffe als Multitalent. Durch seine Isoflavone wird er hauptsächlich zur Linderung von Beschwerden der Menopause eingesetzt. Obendrein dient er der Vorsorge von Herz- und Kreislauferkrankungen.

In der Küche erfreut sich der Rotklee zunehmender Beliebtheit. Sprossen und Blütenköpfe schmecken wunderbar aromatisch in Salaten. Aus den frischen oder getrockneten Blüten lässt sich ein milder Kräutertee herstellen. Die getrockneten Blätter verleihen Kuchen und Nachspeisen einen leichten Vanillegeschmack.

Botanischer Name: Trifolium pratense

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)

Der Gattungsname Trifolium (lat. tres, tria  = drei und folium = Blatt) beschreibt das dreigeteilte Kleeblatt, der Artname pratense (lat. pratum = Wiese) deutet auf den Standort der Pflanze hin.

Im Volksmund ist der Rotklee auch bekannt als Futterklee, Honigklee oder Hummelklee.

Der zu Silvester oft verkaufte vierblättrige Glücksklee hingegen ist ein Sauerklee (Oxalis tetraphylla) und mit dem Rotklee überhaupt nicht verwandt.

H. Ritterskamp – Naturerlebnisgruppe